Baukredit

Neben dem Dispositionskredit und dem Ratenkredit gehört der Baukredit sicherlich zu den Darlehensformen, die am häufigsten von Kunden in Anspruch geno handelt es sich um ein sehr langfristiges Darlehen, dass den Kunden zur Verfügung gestellt wird, die entweder ein Haus bzw. eine Wohnung kaufen oder bauen. Auch Renovierungen können mit einem Baukredit abgesichert werden, um beispielsweise Fliesenleger auszahlen zu können. Einen Baukredit kann man bei normalen Kreditinstituten, speziellen Hypothekenbanken oder auch von der Bausparkasse im Rahmen eines Bauspardarlehens erhalten. Der typische Baukredit ist jedoch das Hypothekendarlehen, welches man bei der Hausbank bekommt. Wie bei nahezu jedem anderen Kredit, so muss man auch beim Baukredit einige Voraussetzungen erfüllen, um diesen auch erhalten zu können. Neben der selbstverständlichen Kreditfähigkeit muss der Kreditnehmer natürlich auch in persönlicher und wirtschaftlicher Hinsicht kreditwürdig sein. Dieses wird anhand der Schufa-Auskunft und im Rahmen einer monatlichen Einnahmen- und Ausgabenrechnung bzw. eines Gehaltsnachweises beurteilt. Sind keine negativen Einträge in der Schufa vorhanden und ist aufgrund eines regelmäßigen Einkommens auch genügend Geld für die zu zahlenden Kreditrate vorhanden, steht der Genehmigung des Baukredites im Grunde nichts mehr im Wege. Im Vergleich zu anderen Kreditarten kann der Kunde beim Baukredit einen relativ niedrigen Zinssatz in Anspruch nehmen. Üblicherweise liegen die Darlehenszinsen in diesem Bereich bei ca. 5-6 Prozent pro Jahr. Ferner sind die Kreditsummen beim Baukredit natürlich mitunter sehr hoch, was eine recht lange Laufzeit des Darlehens zur Folge hat. In den meisten Fällen kann sich der Kreditnehmer bei der Inanspruchnahme des Baukredites hinsichtlich der Zinsgestaltung entscheiden, ob er eine Zinsfestschreibung für einen bestimmten Zeitraum haben möchte, oder lieber einen variablen Zinssatz wählt. Wie hoch die benötigte Kreditsumme im Rahmen des Baukredites ist, hängt natürlich vom Finanzierungsbedarf ab. Dieser ergibt sich aus der Kaufsumme bzw. aus den Baukosten der Immobilie zuzüglich weiteren Nebenkosten wie Notargebühren oder Maklerprovision. Von dieser Summe ist dann noch das vorhandene Eigenkapital zu subtrahieren. Hier gibt es zwar keine festen Vorschriften, aber eine solide Baufinanzierung sollte dennoch so aufgebaut sein, dass der Kunde ca. 15-20 Prozent vom benötigten Finanzierungsvolumen an Eigenkapital einbringen kann. Natürlich müssen die sehr langfristigen und hohen Baukredite abgesichert werden, denn ohne Sicherheit wird eine Bank solch ein Darlehen sicherlich nicht bewilligen. Die typische Sicherheit im Rahmen des Baukredites ist die Eintragung einer Hypothek bzw. heute eher einer Grundschuld zu Lasten des Eigentümers. Die Bank bzw. der Kreditgeber bleibt somit so lange Eigentümer und hat alle Verwertungsrechte am Objekt, bis das Darlehen vollständig getilgt worden ist.