Energieförderung

Energiepolitik spielt weltweit eine zentrale Rolle. Deutschland ist ein Industrieland, das arm an natürlichen Rohstoffreserven ist und fossile Energieträger importieren muss. Die EU-Energiepolitik ist immer wieder ein Reizthema in den politischen Organen, Gremien und der Öffentlichkeit. Grundsätzlich richtet sich deutsche und europäische Energiepolitik an den Grundthemen Wirtschaftlichkeit, Versorgungssicherheit und Umweltverträglichkeit aus. Zwischen diesen Polen bewegen sich seit Jahrzehnten die konzeptionellen Ansatzpunkte. Das Thema Umweltverträglichkeit zieht das Thema Klimaschutz nach sich. Insbesondere die Emissionsminderung spielt im Klimaschutz eine zentrale Rolle. Es gibt zahlreiche Konzepte und Programme, die in Deutschland zum Thema Energiepolitik auf den Weg gebracht wurden. Unter anderem gibt es ein Energiekonzept für eine umweltschonende, zuverlässige und bezahlbare Energieversorgung, das von den Kompetenzministerien für Wirtschaft und Technologie und dem Bundesministerim für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit erarbeitet wurde. Es geht konzeptionell auf Themen wie: Erneuerbare Energien, Atomkraft, Mobilität, Technologie-Innovationen und Energieversorgung im europäischen und internationalen Kontext ein. Vor allem die Nutzung Erneuerbarer Energien spielt eine Schlüsselrolle in den zukunftsweisenden Konzepten vieler Staaten. Ein zentrales Thema ist hier die Netzinfrastruktur - oder einfacher gesagt, wie kommt die Energie beim Verbraucher effizient an. Problemthemen wie Wind- und Solarstromerzeugungsschwankungen oder neue Speichertechnologien müssen gelöst werden. Durch das zu erarbeitende Konzept „Zielnetz 2050“ sollen zahlreiche Schlüsselfragen zum Netz und dem Speicher zukunftsweisend beantwortet werden.

Deutschland ist immer noch von den Primärenergieträgern Mineralöl und Erdgas abhängig. Auf Grund der weltweit begrenzten Ressourcen an Erdöl haben viele Staaten vor allem die Erdgasförderung in den Mittelpunkt ihrer Energiepolitik gestellt. Deutschland muss Erdölprodukte vor allem über den Rotterdamer Markt beziehen. Europäisches Erdöl und Erdgas kommen vor allem aus der Nordsee. Die Preisfindung für Mineralölprodukte ist ein sehr komplexes Thema, das zum Beispiel stark von den spekulativen Rohölpreisen in Rotterdam abhängig ist. Spekulationsgeschäfte auf Rohstoffe belasten den Preis an den Zapfsäulen ebenso wie die Förderquoten des Erdölkartells OPEC. Ein Reizthema ist die Kernenergie. Hier sind jüngst die Laufzeiten verlängert worden. Rund 23 Prozent der Stromversorgung in Deutschland kommt aus den 17 Kernkraftwerken. Für die Kernkraft spricht vor allem der günstige Strompreis. Strom aus AKWs kostet im Durschnitt 2,65 Cent/KWh, während zum Beispiel die Windenergie 9 Cent/KWh kostet. Am teuersten ist bisher Fotovoltaik-Strom mit 54 Cent/KWh (St.200910). Gegen die Atomkraft spricht vor allem die Gefahr des nuklearen Supergaus, auch wenn die deutschen AKWs zu den sichersten der Welt gehören.

Wie die Energieszenarien in Zukunft aussehen, beschreiben energiewirtschaftliche Referenzprognosen, die seitens unabhängiger Forschungseinrichtungen im Auftrag des BMWi alle fünf Jahre erstellt werden. Energieszenarien werden sehr langfristig beschrieben, zum Beispiel in Deutschland bis 2050. Zielszenarien geben Orientierungen in Bezug auf die energiewirtschaftlichen Förderungsoptionen. Publikationen wie die Studie “Energieszenarien für ein Energiekonzept der Bundesregierung” werden auf der Homepage des BMWi als Download angeboten. Das BMWI bietet auf seiner Homepage eine umfassende Datenbank zu den Förderoptionen an.

Förderungen bei Energieeinsparung oder Förderungen zum Einsatz Erneuerbarer Energien werden über die EU, dem Bund, die Länder, die Kommunen und den Energieversorgern angeboten. Die KfW-Bankengruppe ist die zentrale Fördergruppe des Bundes und der Länder und vergibt zahlreiche Förderkredite für Haus- und Wohnungsbesitzer oder Unternehmen. Informationen zur Energieförderung kommuniziert unter anderem die Deutsche Energie-Agentur (dena). Die dena ist das deutsche Kompetenzzentrum in Fragen der Erneuerbaren Energien und der Energieeffizienz. Die Deutsche Energie-Agentur in Berlin wurde im Jahr 2000 gegründet. Gesellschafter sind die Bundesrepublik, die KfW-Bankengruppe, die Deutsche Bank, die Allianz SE und die DZ Bank. Die Projekte der dena werden über öffentlich-private Partnerschaften finanziert. Über die Plattform der Deutschen Energie-Agentur werden Themen wie Regenerative Energien, Verkehr oder Energieeffiziente Gebäude ausführlich behandelt. Man findet auf der Homepage der Gesellschaft unter anderem Infos zur Energieförderung oder zahlreiche interessante Verbrauchertipps. Zu den Serviceangeboten der dena gehören zum Beispiel Kurzvorstellungen zu den Förderprogrammen und eine Übersicht über die aktuellen Gesetze.

Über die Rubrik Förderprogramme kann man sich auf der dena-Homepage via Links über Themen wie KfW-Förderzinskonditionen oder Vorortberatungen informieren. Das Fachinformationszentrum Karlsruhe (FIZ) ist Herausgeber des BINE-Informationsdienstes, der vom BMWi gefördert wird. Der Informationsdienst dient dem Informations- und Wissenstransfer im Energiebereich. Praxisnahe Energieforschungen werden über die Onlineplattform kommuniziert. Unter anderem publiziert BINE einen Förderkompass für Energie. Eine BINE-Datenbank steht privaten, gewerblichen und institutionellen Investoren zur Verfügung.

Häufige Fragen zum Themenkomplex Energieförderung:

Wo findet man Informationen zur Energieförderung?

Welche Behörden kommunizieren Energieförderungsprogramme?

Wo findet man Datenbanken zu Energieförderungsmaßnahmen?

Wer vergibt Förderkredite zum Energiesparen?

Wer vergibt Förderkredite zu Erneuerbaren Energien?

Was ist die Deutsche Energie-Agentur?

Was ist der BINE-Informationsdienst?

Wo werden Energiekonzepte veröffentlicht?