Indexfonds

Indexfonds, auch ETF - Exchange Traded Funds genannt, sind in den letzten Jahren in Deutschland immer beliebter geworden und bieten zahlreiche Vorteile für Anleger. Indexfonds bilden dabei die Kursentwicklungen von ausgewählten Indizes ab. Man spricht bei Indexfonds oder ETFs von passiven Aktienfonds, da das Fondmanagement nur beim Auflegen der Fonds eine aktive Auswahl und Gewichtung vornehmen darf. Das Kürzel ETF steht heute synonym für Aktienfonds, die eine kostengünstige Fondstruktur haben und ohne die üblichen Spesen gehandelt werden. Zuschüsse zum Fond werden nur dem Fondvermögen zugeführt, ohne dass das Fondmanagement eine neue Gewichtungsstrategie fahren kann. Indexfonds unterscheiden sich so fundamental von Aktienfonds, wo das Fondmanagement je nach Marktsituation neue Strategien beim Wertpapiermanagement festlegen kann. Es entfällt beim Indexfond unter anderem die aufwendige Recherche nach Unternehmensdaten, was die Indexfonds u.a. mit niedrigeren Verwaltungsgebühren weitergeben. Indexfonds werden ohne Ausgabeaufschlag wie bei Aktienfond ausgegeben. Meistens liegen die Managementkosten bei rund 10-15 Prozent eines normalen Aktienfonds. Indexfonds weisen auch günstige Transaktionskosten auf. Ein großer Vorteil der Indexfonds ist die Transparenz für den Anleger, da die Fonds immer so gut laufen wie die festgelegten Indizes. Indexfonds können wie Aktien jederzeit gehandelt werden. Indexfonds werden meistens mit einem Anteil von 1100 berechnet und sind bei den Banken nicht unbedingt beliebt, da sie weniger verdienen als mit üblichen Aktienfonds.

Indexfonds gibt es zu allen bekannten Indizes und weisen oft eine bessere Performance über fünf Jahre auf. Zu den bekannten Indexfonds gehören zum Beispiel Fonds, die den Deutschen Aktienindex DAX, den Dow-Jones-Index oder den Euro Stoxx 50 wiederspiegeln. Alle renommierten Häuser sind im Handel mit Indexfonds aktiv, so dass es eine große Auswahl an Indexfond-Produkten für die Anleger gibt. Gehandelt werden ETFs über das elektronische Handelssystem XETRA. Die Deutsche Börse ist Marktführer in Deutschland. Verbindliche Kauf- und Verkaufspreise legen im Handel die sogenannten ETF Market Maker fest. Der „Marktmacher“ schafft einen ausgeglichenen liquiden Markt und ist durch die Preisfestlegungen ein zentrales Bindeglied zwischen den ETF-Anbietern und den Anlegern. Indexfonds haben wie jede andere Vermögensanlage auch Nachteile. Der größte Nachteil ist, dass die Indexfonds die Titel und Gewichtungen beibehalten müssen, auch wenn die Indizes negative Kursverläufe widergeben. Gerade in spekulativen Segmenten, zum Beispiel bei Technologie-Indizes in Schwellenländern kann es zu spekulativen Risiken kommen. Sichere Indexfonds spiegeln vor allem breitgestreute Aktienindizes wieder. Konservative Anleger können zum Beispiel Indexfonds kaufen, die einen großen internationalen Wertpapiermarkt abdecken. Der MSCI World Index ist unter anderem einer der international bedeutendsten Aktienindizes.

Häufige Fragen zum Themenkomplex Indexfonds:

Was sind Indexfonds?

Was sind ETFs?

Welche Chancen bieten Indexfonds für Anleger?

Welche Vorteile haben ETFs?

Wo werden ETFs gehandelt?

Wie kann man das Risiko streuen bei Indexfonds?

Wer bietet Indexfonds an?